X. Lateinamerikanische Woche

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X. Lateinamerikanische Woche auf dem Campus Westend der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität

Vom 25. Oktober bis 03. November 2019 findet die schon zur Tradition gewordene Lateinamerikanische Woche auf dem Campus Westend der Goethe Universität in Frankfurt statt. Die X. Lateinamerikanische Woche wird dieses Mal kein spezifisches Gastland haben. Dieser wichtige Event im Rhein-Main-Gebiet ist daher vielmehr ganz Lateinamerika und der Karibik gewidmet.

Die unterschiedlichen Veranstaltungen finden in den Räumlichkeiten der KHG/ESG auf dem Campus Westend, im Instituto Cervantes und in der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt statt.

Aus Tradition stand der erste Samstag der Lateinamerikanischen Woche in den vorangegangenen Jahren ganz im Zeichen des jeweiligen Gastlandes. Diesmal wird der Samstag, 26. Oktober 2019 jedoch den Ländern gewidmet, die in den letzten neun Jahren auch als Gastländer eingeladen waren. Uns erwartet eine Reise mit Musik und Tanz aus Argentinien/Bolivien, Kolumbien, Peru, Brasilien, Chile, Mexiko, Kuba, Ecuador und der Dominikanischen Republik.

Eine Ausstellung von Fotos, Postern und Videos werden uns an die schönsten, bewegendsten und angenehmsten Momente erinnern die wir in den bisherigen neun Lateinamerikanischen Wochen zusammen erlebt haben. In dem geplanten Kolloquium werden verschiedene, aktuelle Themen wie z.B. die Folgen des Klimawandels behandelt, die für unseren Kontinent und die Menschheit insgesamt von großer Bedeutung sind.

Gäste die aus Mittelamerika, dem peruanischen Amazonasgebiet sowie besondere Gäste aus Deutschland werden es uns ermöglichen, ein Thema zu vertiefen, das zu einem existenziellen Thema für die Menschheit und insbesondere für die am stärksten benachteiligten Sektoren unseres Kontinents geworden ist.

Die diskriminierende und rassistische Abgrenzungspolitik Trumps gegenüber der Mehrheit des amerikanischen Kontinents wird ebenso ein Thema sein sowie die Ursachen und Konsequenzen der Rechtsprozesse der meisten lateinamerikanischen Regierungen und die aktuelle Situation des Friedensprozesses in Kolumbien. Auch wird die Rolle des Drogenhandels mit der Verschärfung von täglicher Gewalt, sozialer Ungleichheit, sozialen Bewegungen, Werten der Demokratie sowie die Situation der Menschenrechte Teil des Kolloquiums sein.

Der Lateinamerikanische Folkloreabend am 26. Oktober und 02. November 2019 bietet neben Tanz- und Musikgruppen aus unterschiedlichen lateinamerikanischen Ländern auch Kunsthandwerk, Informationsstände sowie natürlich die exquisiten kulinarische Spezialitäten Lateinamerikas.

Zum ersten Mal wird in unserem Rahmenprogramm ein ganzer Tag den Frauen aus Lateinamerika und der Karibik gewidmet. Zusammen mit lateinamerikanischen Frauengruppen und Initiativen aus Frankfurt wurde ein Programm ausgearbeitet, welches es uns nicht nur ermöglicht die Geschichte des Kampfes der Frauen auf dem amerikanischen Kontinent um Gleichberechtigung kennenzulernen sondern uns auch dabei hilft, die aktuellen Anforderungen zu verstehen, die sich aus dem Kampf für soziale Gerechtigkeit, gegen Gendergewalt und das Recht über den eigenen Körper selbst bestimmen zu können.

Seit 2013 wird die Lateinamerikanische Woche mit einem Konzertklassischer und traditioneller Musik aus Lateinamerika eröffnet. Die Musiker haben es geschafft, das Publikum mit Melodien und tanzbaren Rhythmen zu begeistern, welche die Komponisten in Anlehnung an die lateinamerikanische Folklore in ihre Kompositionen integriert haben. Wir laden Sie zu einem unvergesslichen Abend mit lateinamerikanischer Folklore bestehend aus Wapangos, Son, Chacareras, Zambas, Tangos, Boleros, peruanischen Walzern und anderen Rhythmen ein, die Lateinamerika zu einem wundervollen Kontinent machen.

Das Eröffnungskonzert findet am Freitag, den 25. Oktober 2019 im Instituto Cervantes statt. Unsere besonderen Gäste kommen direkt aus Südamerika. Wir freuen uns, an diesem Abend das Quartett „Juan Liner y los Ruiseñores“ aus Iquique/Chile begrüßen zu können.

Das Gitarren-Quartett „In Crescendo“ aus Buenos Aires/Argentinien, das uns letztes Jahr schon begeistert hat, wird an diesem Abend das Programm bereichern. Das Abschlusskonzert „Lateinamerikanische Nacht“ findet wie gewohnt am Sonntag, den 03. November 2019 im Hauptsaal der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt statt. Studenten dieses Hauses und besondere Gastmusiker aus Lateinamerika werden die X. Lateinamerikanische Woche zu einem krönenden Abschluss zu bringen.

Das aktuelle Programm der X. Lateinamerikanischen Woche sowie des Kolloquiums können Sie unter: www.lateinamerika-im-westend-.de und auf facebook Semana Latinoamericana abrufen.

Cantata Santa María de Iquique

Uraufführung in Deutschland – Konzert im Instituto Cervantes Frankfurt

Die Cantata Santa María de Iquique erzählt die Geschichte des Massakers in der Schule Santa María in Iquique, im Norden von Chile. Am 21. Dezember 1907 ermordete die chilenische Armee in der Salpeterpampa etwa 3.600 Arbeiter, die gegen menschenwürdige Arbeitsbedingungen protestierten. Das Massaker kostete rund 3.600 Minenarbeitern, Frauen und Kindern das Leben.

Unter den Opfern waren auch peruanische und bolivianische Arbeiter

Anhand dieser Geschichte können wir die Situation der damaligen Arbeiterbewegung, die Rolle des internationalen Kapitals im Salpeter-Konflikt sowie die auch heute noch aktuelle Situation der Minenarbeiter in Lateinamerika verstehen.

Leitung: Rodrigo Vidal und Sebastián Sciaraffia mit Gastmusikern aus Iquique, Chile sowie Tanzgruppen aus Bolivien, Chile und Peru.

Juanito Liner

Der berühmte Juanito Liner besucht uns in Frankfurt

Juanito Liner (Künstlername) aus Iquique in Nordchile wurde als das Wunderkind der 80-ziger Jahre des 20. Jahrhunderts bekannt. 1977 nahm der damals 10-Jährige seine erste Platte bei der Schalplattenfirma RCA auf. In kürzester Zeit füllte dieser Name sämtliche Seiten von Zeitungen und Zeitschriften Und belegte die vorderen Plätze in den Hitlisten der nationalen und internationalen Rundfunkanstalten.

Während sich in Chile die beiden bekanntesten Showmaster Don Francisco und Raúl Matas um die Exklusivrechte des kleinen Künstlers aus Iquique stritten, bekam er bereits von der Schallplattenfirma RCA-Argentinien die erste goldene Schallplatte für den Verkauf von mehr als 100.000 Exemplaren in nur einer Woche nach deren Veröffentlichung.

Es war in Argentinien, wo Juanito Liner von Musikgrößen wie Palito Ortega, Libertad Lamarque und Mario Clavel, die fasziniert von seiner Stimme waren, ihre persönliche Einladung aussprachen um jeweils im Duett mit dem kleinen Juanito Liner von 11 Jahren zu singen und aufzutreten. Mario Clavel aus Argentinien und Armando Manzanero aus Mexiko begannen gleichzeitig, exklusiv Lieder für seine neue Schallplatte zu schreiben, der zu diesem Zeitpunkt bereits von der RCA und den Medien als „El Ruiseñor de América” durch seine bemerkenswerte Ähnlichkeit mit der legendären Stimme von „Joselito de España“ getauft wurde.

Es ist in Madrid, als die RCA-Spanien sein zweites Album unter der musikalischen Regie von Manolo Gas (Manager von Nino Bravo) aufzeichnet und zur Sendung „300 Millionen“, der meistgesehenen und wichtigsten Fernsehsendung der spanischsprachigen Länder in dieser Zeit, eingeladen wird .

Juan Liner kommt jetzt mit seinen Söhnen Giovanni, Sebastián und Camilo Sciaraffia nach Frankfurt. Diese neue Generation von Musikern und Brüdern aus Iquique, beginnt in kurzer Zeit gemeinsam sowie individuell in verschiedenen Bands und Musikgruppen zu überzeugen und begleitet unter anderem verschiedene nationale und internationale Künstler wie Chancho en piedra, Illapu y Palmenia Pizarro de Chile, Organización X de Argentina y Lucy Avilés del Perú.

Für Juan Liner ist die Rückkehr auf die Bühne zusammen mit dem Talent seiner Söhne und dem Quartett „Juan Liner y Los Ruiseñores“ das schönste und wichtigste Projekt in seinem Leben und der Höhepunkt seiner musikalischen Karriere.

Este texto fue traducido o revisado por / Text übersetzt oder lektoriert von Blasco Traducciones en Frankfurt (Westend) – http://www.blasco-traducciones.com

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